WärmebedarfGesamte Heizenergie des Gebäudes pro Jahr in kWh. Abhängig von Größe, Dämmung und Klima. Typisch: 80–180 kWh/m²·a.21.000 kWh
Strompreis31 ct/kWh
Heizöl EL€/100 L
Gaspreis11,0 ct/kWh
☀️ PV-EigenstromanteilAnteil des WP-Strombedarfs, der aus eigener Photovoltaik-Anlage gedeckt wird. Ohne Speicher: ca. 15–25 % (WP läuft auch nachts/winter). Mit Batteriespeicher: 30–50 %. Großanlage + großer Speicher: 50–70 %. der WP0 %
PV-GestehungskostenAnteilige Kosten der PV-Erzeugung pro kWh: Abschreibung, Wechselrichter-Tausch, Wartung, ggf. Speicherzyklen. Bei abgeschriebener Anlage: 0–4 ct/kWh. Bei neuer Anlage mit Speicher: 8–14 ct/kWh. €-Strom8 ct/kWh
Effektiver Strompreis für WP-Bilanz: 31,0 ct/kWh
Kessel-Wirkungsgrade (anpassbar)
NT-ÖlkesselNiedertemperaturkessel: kann Vorlauftemperatur absenken, nutzt aber Kondensationswärme der Abgase nicht. Jahresnutzungsgrad ca. 80–88 %. (Baujahr ~1985)85 %
Öl-BrennwertBrennwertkessel nutzt auch die Kondensationswärme der Abgase. Jahresnutzungsgrad 95–98 %. Standard seit ~2000. modern96 %
NT-GasheizungWie NT-Ölkessel, aber mit Erdgas. Ohne Brennwerttechnik. Typischer Jahresnutzungsgrad 75–88 %. (Baujahr ~1985)82 %
Gas-Brennwert modern95 %
Jahresheizkosten
Energiebedarf je System
WP (JAZ aus Tab 2) Ersparnis vs.
Heizöl EL: Heizwert 10,0 kWh/L. Erdgas: Brennwert 10,0 kWh/kWh. WP-JAZ aus Tab 2 (VLT + Gütegrad). Alle Angaben als Energiekosten ohne Wartung/Kapitalkosten.
WP-Modell aus BAFA-Liste auswählen
SCOP-Werte aus BAFA-Liste eintragen:
SCOP35 (FBH)
SCOP45 (opt.)
SCOP55 (HK)
SCOP45 = optional. Bleibt leer, wird linear zwischen SCOP35 und SCOP55 interpoliert.
Bauart:
Modell—
Typ—
SCOP35 / 45 / 55—
Gütegrad (bei aktueller VLT)—
Quelltemp. (typisch)—
SCOPSeasonal Coefficient of Performance — europäische Norm-Effizienz nach EN 14825. SCOP35/55 = Effizienz bei VLT 35/55 °C, gemittelt über die Heizsaison. In der Praxis kann die JAZ 5–15 % unter dem SCOP liegen (Installation, Steuerung, Verbrauchsverhalten).-Werte sind EN-14825-Normwerte (Realbetrieb: meist 5–15 % darunter). Werte hier sind Richtwerte aus öffentlichen Datenblättern — für die Antragstellung gilt allein das BAFA-Portal.
⚠ Live-Abfrage: BAFA bietet keine öffentliche API. Verwenden Sie das Suchfeld + ggf. „Eigenes Modell" für Modelle nicht in der Liste.
📋 Quellen:
BAFA-Portal (WEP) ·
BAFA PDF ·
S4F Excel (filterbar)
Wärmepumpe — Vorlauftemperatur & Effizienz
Auslegungs-VLTAuslegungs-Vorlauftemperatur: maximale VLT der Heizkurve am kältesten Auslegungstag (Norm-Außentemperatur, z. B. -12 °C). Im Jahresmittel läuft die WP mit deutlich niedrigerer VLT (witterungsgeführt). Identisch mit dem Auslegungspunkt der SCOP-Norm. (max. Vorlauf am kältesten Tag)35 °C
💡 Fußbodenheizung: typ. Auslegungs-VLT 30–40 °C (Oberflächentemp. DIN-begrenztDIN EN 1264 / Norm-konform: max. 29 °C Oberflächentemperatur in Aufenthaltsräumen, 33 °C in Bad/Randzonen. Dadurch ist VLT > 40 °C bei FBH meist unterdimensioniert. auf ≤29 °C). Heizkörper saniert: 45–55 °C, alte HK: 55–70 °C.
Ø Quelltemperatur (Heizsaison)7 °C
GütegradVerhältnis JAZ zu COP Carnot in %. Luft-WP: 40–47 %, Sole-WP: 48–55 %. Bleibt bei gleichem Gerät weitgehend konstant. der WP45 %
COP CarnotTheoretisches Maximum nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik: T_warm/(T_warm−T_kalt). Kein reales Gerät erreicht diesen Wert.
—
JAZJahresarbeitszahl: Verhältnis Wärme zu Strom über ein Jahr. JAZ 4,0 = 1 kWh Strom erzeugt 4 kWh Wärme. (errechnet)
—
Strombedarf
—
kWh/Jahr
Stromkosten
—
Break-even-Analyse — wann wird WP unwirtschaftlich?
Vergleichssystem
Wirtschaftlichkeits-Heatmap: VLT × Strompreis
Grün = WP günstiger als Referenz, Rot = WP teurer. Kreis = aktuelle Einstellung. Referenz wählbar oben.
Heatmap: VLT 25–65 °C (y-Achse) × Strom 16–44 ct/kWh (x-Achse). Quelltemperatur und Gütegrad wie eingestellt. Farbintensität proportional zur Kostendifferenz WP vs. Referenz.
💡 DIY & FörderungKfW 458: Bei Eigenleistung sind nur die Materialkosten förderfähig (keine Arbeitsleistung). Voraussetzung: Bestätigung zum Antrag (BzA) und nach Durchführung (BnD) durch eine:n Energieeffizienz-Experte:in (EEE-Liste der dena) oder Fachunternehmer:in. Elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme und hydraulischer Abgleich müssen weiterhin durch Fachbetriebe erfolgen.: KfW-458 fördert auch DIY — Materialkosten werden bezuschusst, Nachweis durch Energieberater:in oder Fachbetrieb (BzA/BnD) nötig.
Förderung BEGBundesförderung effiziente Gebäude (BEG): Grundförderung 30 % + bis zu 40 % Boni (Klimageschwindigkeit 20 %, Einkommen 30 %, Effizienz-Sole 5 %). Max. 70 %, max. förderfähig 30.000 €. auf WP35 %
BetrachtungszeitraumTypische Lebensdauer einer Heizungsanlage: 18–25 Jahre. Über diesen Zeitraum werden Energie-, Wartungs- und einmalige Anschaffungskosten kumuliert.20 Jahre
Gesamtkosten über 20 Jahre
Anschaffung (netto nach Förderung)Energie WP (Strom)Energie fossilWartung
🏠 Bestehende Anlagen mit 0 € Investition zum Vergleich (WG aus Tab 1). Statische Hochrechnung ohne Preissteigerung der Energieträger. Siehe „Annahmen & Limitationen" unten.
Kostenausgleich-Analyse über Lebensdauer
Y-Achse: Kumulierte Kostendifferenz WP vs. Vergleichssystem (positiv = WP-Gesamtkosten höher, negativ = niedriger). Schnittpunkt mit der Nulllinie = Kostenausgleich erreicht.
Zielgröße & Variation
Welche Parameter beeinflussen das wirtschaftliche Ergebnis am stärksten? Jede Variable wird um ±20% (bzw. einen angemessenen Bereich) variiert, der Effekt auf die Zielgröße gemessen. Die längsten Balken zeigen die kritischsten Annahmen.
Zielgröße (Saldo nach Lebenszyklus):
Variationsbereich:
Tornado-Diagramm — Einfluss auf Saldo nach 20 J.
Basiswert: —
Lesart: Jeder Balken zeigt, wie sich der Saldo ändert, wenn der jeweilige Parameter nach oben (positiver Bereich, rechts) oder unten (negativer Bereich, links) variiert wird — alle anderen Parameter bleiben auf dem aktuellen Wert. Lange Balken = sensible Annahmen, die das Ergebnis stark verändern. Kurze Balken = robuste Aussage. Wenn ein Balken nur in eine Richtung geht: Parameter wurde nur einseitig variiert (z. B. Förderung kann nicht über 70 % steigen).
🌓 Light/Dark-Mode automatisch via prefers-color-scheme
⚠ Annahmen & Limitationen des Modells (transparent anklicken)
Was modelliert wird:
Jahresenergiekosten zu aktuellen Slider-Preisen
JAZ über Carnot-Modell mit aus SCOP35/45/55 abgeleitetem Gütegrad (stückweise linear interpoliert)
CO₂-Aufschlag auf Heizöl/Gas linear zum eingestellten CO₂-Preis (UBA-Emissionsfaktoren, inkl. 19 % MwSt)
Lineare Hochrechnung über Betrachtungszeitraum (keine Diskontierung, keine Inflation)
Was NICHT modelliert wird (Kostenargumente in beide Richtungen):
Preissteigerungen: Strom, Gas, Öl entwickeln sich unterschiedlich. Bei steigenden fossilen Preisen → Vorteil WP größer. Bei stark steigenden Strompreisen → Vorteil WP kleiner.
Reparatur/Ausfallrisiko Bestand: Eine bestehende NT-Anlage (Bj. 1985) kann jederzeit ausfallen und einen unfreiwilligen Tausch erzwingen. Im Modell läuft sie fehlerfrei den vollen Zeitraum.
Heizstab/Bivalenz: Reale WPs nutzen bei Spitzenlast einen elektrischen Heizstab (COP = 1). Reduziert die effektive JAZ um ~0,1–0,5. Nicht modelliert.
PV-Eigenstrom: Kopplung WP+PV senkt den effektiven Strompreis erheblich (ca. 8–12 ct/kWh statt 24–31 ct). Nicht modelliert.
Warmwasser: Falls im Wärmebedarf enthalten, ist die mittlere VLT höher → JAZ niedriger. Nicht separat ausgewiesen.
Witterungsführung: Reale VLT liegt im Jahresmittel deutlich unter dem Auslegungspunkt — JAZ-Werte aus SCOP-Norm sind aber bereits saisonal integriert, deshalb für Vergleichszwecke geeignet.
Diskontierung: Investitionen heute vs. Energiekosten morgen werden 1:1 verrechnet, ohne Zinssatz oder Kapitalbindungskosten. Bei Kreditfinanzierung der WP relevant.
Steuerliche Aspekte: Steuerbonus § 35c EStG (alternative zur KfW-Förderung) nicht berücksichtigt.
Restwert/Lebensdauer-Streuung: Annahme einheitlicher Lebensdauer aller Systeme. In der Praxis unterschiedlich (WP: 15–25 J., Öl-BW: 20–30 J.).
Anschlusskosten: Netzanschluss-Verstärkung für WP, neue Heizflächen, hydraulischer Abgleich — nur teilweise im Komplettpreis enthalten.
Stärken des Modells:
Alle Annahmen sind manuell anpassbar — kein „Black-Box-Optimismus"
Carnot-Extrapolation ist physikalisch fundiert, kein Marketing-Versprechen
Alle Vorzeichen sind explizit benannt (positiv/negativ = welcher Vorteil)
Vergleich gegen 4 realistische Szenarien inkl. Beibehaltung des Bestands
Das Modell ist eine Entscheidungshilfe für die Größenordnung — keine Investitionsberatung. Für eine konkrete Anlage: Energieeffizienz-Berater:in oder Fachhandwerker:in hinzuziehen.
Fachbegriffe & Erklärungen
Wärmepumpe & Effizienz
JAZ (Jahresarbeitszahl)
Verhältnis von erzeugter Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr. JAZ 4,0 bedeutet: 1 kWh Strom → 4 kWh Wärme. Höher = effizienter.
COP (Coefficient of Performance)
Momentaner Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Der COP schwankt je nach Außen-/Quelltemperatur; die JAZ ist der Jahresdurchschnitt.
COP Carnot
Theoretisches Maximum des COP nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik: COP_max = T_warm / (T_warm − T_kalt) in Kelvin. Kein reales Gerät erreicht diesen Wert.
Gütegrad
Verhältnis der tatsächlichen JAZ zum theoretischen COP Carnot (in %). Moderne Luft-WP: 40–47 %, Sole-WP: 48–55 %. Bleibt bei gleichem Gerät weitgehend konstant über VLT-Änderungen.
Heizkreis & Temperaturen
VLT (Vorlauftemperatur)
Temperatur des Heizwassers, das vom Wärmeerzeuger in die Heizflächen gepumpt wird. Niedrige VLT (30–40 °C) erhöht die JAZ deutlich; Fußbodenheizungen erlauben 30–45 °C, alte Heizkörper brauchen oft 55–70 °C.
Rücklauftemperatur
Temperatur des abgekühlten Heizwassers auf dem Rückweg zum Wärmeerzeuger. Je größer die Spreizung (VLT − Rücklauf), desto effizienter der Betrieb.
Quelltemperatur
Temperatur der Energiequelle der Wärmepumpe (Außenluft, Erdreich, Grundwasser). Höhere Quelltemperatur → höhere JAZ. Jahres-Ø Deutschland: Luft ~7 °C, Erdreich ~10–12 °C.
Fußbodenheizung (FBH)
Flächenheizung im Boden mit großer Heizfläche → niedrige VLT (30–45 °C) ausreichend. Ideal für Wärmepumpen, da JAZ dadurch maximal wird.
Kessel & Wirkungsgrade
Wirkungsgrad (WG)
Anteil der eingesetzten Brennstoffenergie, der als Wärme ins Heizungssystem gelangt. Verluste entstehen v. a. durch heiße Abgase und Abstrahlung. NT-Kessel 1985: ca. 78–90 %.
Jahresnutzungsgrad
Wie der Wirkungsgrad, aber über das ganze Jahr gemittelt – berücksichtigt auch Teillastbetrieb, Stillstandsverluste und Warmwasserbereitung. Meist 3–8 % unter dem Nennwirkungsgrad.
Niedertemperaturkessel (NT)
Kessel der 1980/90er Jahre. Kann die Vorlauftemperatur absenken, nutzt aber die Kondensationswärme der Abgase nicht. Typischer Jahresnutzungsgrad: 80–88 %.
Brennwertkessel
Nutzt zusätzlich die Kondensationswärme der Abgase (latente Wärme des Wasserdampfs). Jahresnutzungsgrad 95–98 %, bezogen auf den Heizwert sogar >100 %. Standard seit ~2000.
Energie & Brennstoffe
Heizwert (Hi)
Energiegehalt eines Brennstoffs ohne die Kondensationswärme der Abgase. Heizöl EL: ~10,0 kWh/L, Erdgas: ~10,0 kWh/m³. Basis für Normwirkungsgrade älterer Kessel.
Brennwert (Hs)
Energiegehalt inkl. Kondensationswärme. Ca. 6–11 % höher als der Heizwert. Brennwertkessel und Gas-Abrechnung basieren auf dem Brennwert.
Wärmebedarf
Gesamte thermische Energie, die ein Gebäude pro Jahr zum Heizen (und ggf. Warmwasser) benötigt, in kWh. Abhängig von Gebäudegröße, Dämmung, Klima und Nutzerverhalten.
Heizlast
Maximale Wärmeleistung in kW, die ein Gebäude bei Auslegungstemperatur (kältester Tag) benötigt. Bestimmt die Kesseldimensionierung, nicht den Jahresbedarf.
CO₂ & Regulatorik
CO₂-Abgabe (nEHS)
Nationaler Emissionshandel: Seit 2021 zahlen Brennstoffhändler einen Preis pro Tonne CO₂. 2026: 55–65 €/t. Ab 2028 marktbasiert über EU-ETS 2. Aufschlag auf Heizöl ~17–20 ct/L, auf Gas ~1,2 ct/kWh.
EU-ETS 2
Europäisches Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr, ab ca. 2027/28. Ersetzt den nationalen Festpreis durch einen Marktpreis (Prognosen: 80–200 €/t). Betrifft Öl, Gas – nicht direkt Strom.
Emissionsfaktor
Menge CO₂ pro Energieeinheit. Heizöl: ~0,267 kg/kWh (2,65 kg/L), Erdgas: ~0,201 kg/kWh, Strom-Mix DE 2026: ~0,33 kg/kWh (sinkend durch Ausbau Erneuerbarer).
Break-even
Der Punkt, ab dem eine Investition (z. B. WP-Einbau) durch Ersparnisse gedeckt ist. Hier: Strom- oder VLT-Schwellenwert, ab dem WP teurer wird als die Vergleichsheizung.
Amortisation
Zeitraum, in dem die kumulierten Jahresersparnisse die Investitionskosten erreichen. Faustregel für WP-Förderung (BEG): Amortisation < 15 Jahre gilt als wirtschaftlich.
DIY & Förderprozess
Eigenleistung (DIY)
Selbsteinbau ist bei der KfW 458 ausdrücklich zulässig. Förderfähig sind nur die Materialkosten, nicht die eigene Arbeitszeit. Fachschritte wie elektrischer Anschluss, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme müssen durch eingetragene Fachbetriebe erfolgen.
BzA (Bestätigung zum Antrag)
Pflicht-Dokument für die KfW-Antragstellung. Wird vor Maßnahmenbeginn von einer Energieeffizienz-Experte:in (dena-Liste) oder einer Fachunternehmer:in ausgestellt und bescheinigt die geplante förderfähige Maßnahme.
BnD (Bestätigung nach Durchführung)
Wird nach Abschluss der Maßnahme von der gleichen fachkundigen Person erstellt und bestätigt die fachgerechte Ausführung sowie die korrekten Material- und Gesamtkosten. Ohne BnD erfolgt keine Auszahlung der Förderung.
EEE (Energieeffizienz-Experte)
Bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) gelistete Fachperson, die Förderanträge begleitet und BzA/BnD ausstellen darf. Suche unter energie-effizienz-experten.de.
KfW 458
Heizungsförderung für Privatpersonen — Wohngebäude. Seit 2024 das zentrale Programm für den Heizungstausch (Wärmepumpe, Pellets, Solarthermie etc.). Bis zu 70 % Zuschuss bei max. 30.000 € förderfähigen Kosten (Einfamilienhaus, 1. WE).